STEAM-Foren von Hackern angegriffen
Auch Kreditkarteninformationen und Accountdaten betroffen
Im Laufe der Woche waren die Steam-Foren nicht erreichbar. Diese hat man wegen eines Hackerangriffs vom Netz genommen. Die eigentliche STEAM-Plattform lief jedoch normal weiter. Das kling alles nicht besonders dramatisch.
Ähnliches spielte sich im Frühjar nahezu wöchentlich bei anderen Communities wie z.B.: im PlayStation-Network ab, von daher haben viele die Meldung wohl nicht weiter ernst genommen.
Doch die Geschichte zieht scheinbar weit größere Kreise als bisher bekannt war. So musste Valve-Boss Gabe Newell eingestehen, dass der Hack über die Foren hinausgegangen ist und die Hacker womöglich auch Kreditkartendaten von Kunden erbeutet haben.
Diese seien allerdings - genau wie die Passwörter - verschlüsselt gespeichert gewesen und man habe bislang keine Hinweise darauf, dass dieser Schutz von den Hackern aufgebrochen wurde. Es gebe auch noch keine Hinweise auf Kreditkartenmissbrauch.
Dennoch rät Valve allen Kunden, ihre Kreditkartenabrechnungen im Auge zu behalten, um ggf. Missbrauch zu entdecken.
Aufgrund des externen Eingriffs müssen sämtliche Steam-Nutzer beim nächsten Einloggen in die Steam-Foren eine neues Passwortes eingeben. Parallel dazu sollten Nutzer auch die Zugangsdaten fremder Accounts ändern, sofern diese auf dieselbe Nutzername-/Passwort-Kombination zurückgreifen, empfiehlt Newell. Die Passwörter für den eigentlichen, von den Foren gesonderten Steam-Account müssten nicht zwangsweise geändert werden, obwohl Steam dies allen Nutzern ebenfalls empfiehlt.
Die Foren sind inzwischen wieder geöffnet. „Was passiert ist, tut mir wirklich sehr leid und ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten“, so Newell abschließend.
Vollkommen unklar ist, wie viele Accounts wirklich betroffen sind. Newell betont, dass man „nur von wenigen“ wisse, doch blieben quantitative Angaben aus. Mit Steam wurde die bekannteste und meist genutzte digitale Distributionsplattform gehackt, nachdem das Thema in diesem Jahr vor allem durch den Sicherheitsskandal rund um den Online-Dienst PlayStation Network von Sony in die Schlagzeilen geriet.
Valve entschuldigt sich für alle entstandenen Unannehmlichkeiten.